Limportant's Blog

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S21 – Fassungsloses Distanzieren

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Eins vorneweg – an meiner Grundhaltung hat sich nichts geändert. Ich bin nicht gegen S21, sondern gegen die Art und Weise, wie das Projekt gegen alle Vernunft durchgesetzt wird – wobei ich hier nur die Faktenlage des Projekts, soweit mir bekannt, berücksichtige. Eben genau so, wie ich es zuvor schon einmal geschrieben habe.

Jedoch muß ich mich sehr von dem distanzieren, was gerade in Stuttgart passiert:

Vorher hat man darüber gelacht – Vergleiche mit anderen Aufständen der Vergangenheit schienen doch etwas zu weit hergeholt zu sein. Jedoch hat sich die Situation dramatisch zugespitzt, als sich heute die Polizeikräfte gezwungen sahen, Gewaltmittel auch gegen Jugendliche einzusetzen. Das finde ich dramatisch, auch vor dem Hintergrund, daß wohl aus Reihen der Schüler entsprechende Gegenstände geflogen sein sollen – sowie Polizeifahrzeuge von ebendiesen besetzt worden sein sollen.

Was mich wirklich erschreckt ist, daß beide Seiten auch durch bewusste Falschdarstellungen und Übertreibungen diese Situation dazu nutzen, die Schüler zu instrumentalisieren. Beide Seiten! (dazu lese man sich einfach mal folgende Leserbriefe durch: Link zu folgendem Artikel ).

Wobei sich hier auch ganz klar _auch_ die Gegner von S21 den Schuh anziehen müssen – sie haben auch dazu beigetragen, daß die Diskussion um S21 derart emotionalisiert betrieben wird – von beiden Seiten – daß sich Jugendliche, die wenig Erfahrung mit dem Umgang der Art der Diskussion haben – dazu hinreißen lassen, auch entsprechend zu agieren, was wohl mit zur Eskalation geführt hat (auch hierzu obiger Link).

Wie sagte es mein ehemaliger Geschichtslehrer immer:“ Chaos und abgrundtiefe Anarchie“. Das jetzt noch in Zukunft ähnlich friedlich verlaufen zu lassen, ist imho sehr schwer, auch weil sich die Politik in Person von Herrn Mappus, Frau Gönner und Herrn Rech solches Vorgehen billgend in Kauf nehmen, nur um ihre Ziele durchzusetzen.

Randbemerkung: Man sollte immer schauen, wo das Geld fließt, wenn man Entscheidungen verstehen will – wenn man dann hier nach dem Geldfluß Ausschau hält, so kommt einem das _Gerücht_ bezüglich lukrativer Posten für Herrn Schuster und die o.g. in den entsprechenden Bauprojekten rund um S21 gar nicht mehr so unwahrscheinlich vor.

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Written by limportant

1. Oktober 2010 at 21:33

Arbeit und Freiheit

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Diesesmal lief alles super. Nach dem Ende des Projektes und der Insolvenz meiner Firma war ich im April und Mai freigestellt. Durch einen Ex Kollegen wärend des letzen Projektes konnte ich jedoch schnell Kontakt mit dessen Firma aufbauen – ein Gespräch folgte aufs Andere und seit dem 01.06.2010 bin ich dort eingestellt – zudem noch bei einem Projekt, welches mich zum Einen fordert und weiterbringt, und zum Anderen auch noch Spaß macht.

Trotzdem habe ich wieder festgestellt – nachdem der  Vertrag dann mal unterschrieben war, daß doch eine große Last von den Schultern gerutscht ist – das Gefühl, frei zu sein, eine Perspektive zu haben, ist überwältigend – zum Welt umarmen.

Deswegen macht es mich immer wütend, wenn die Berichterstattung in den Medien (Langzeit-) Arbeitslose als grundsätzlich faul hinzustellen. Sicher – die gibt es auch. Nur möchte ich mal behaupten, daß die meisten gerne arbeiten würden – sei es auch nur, um das Gefühl zu haben, etwas sinnvolles zu tun.

Written by limportant

20. Juni 2010 at 21:33