Limportant's Blog

Eine persönliche Sicht der Welt

Ende des Schreckens oder Schrecken ohne Ende?

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Kürzlich hat die Schlichtungsrunde mit dem – wie ich finde guten Herrn Geissler – mit dem Schlichterspruch ein Ende gefunden.

Wie – zumindest von mir – erwartet wird ein Konzept gefordert, welches S21+ genannt, den bisher geplanten Tiefbahnhof durch erweiterte Baumaßnahmen deutlich verbessert werden soll. Diese Verbesserungen, die im Schlichterspruch genannt werden, sind für mich nach der mit bekannten Faktenlage schlüssig und auch akzeptabel.

Die Schlichtugsgespräche selbst haben auch vor allem zweierlei erreicht: Daß sich die Situation, die seit den Ereignissen im Schloßpark eskalierte, wieder beruhigt, und vor allem, daß endlich Transparenz geschaffen wurde.

Dennoch bezweifle ich, wie es ja sich auch schon abzeichnet, daß es jetzt vorbei sein wird – die Gegner sind letztlich mit dem Ergebnis in Summe unzufrieden, womit sie auch meiner Meinung nach Recht haben. Die Tieferlegung des Kopfbahnhofs ist ein projektplanerisches Desaster, welches sich so in der Form keine privatwirtschaftende Firma erlauben würde. Die Verbesserungen werden nochmals weitere 1 – 2 Milliarden Euro verschlingen und auch das muß jemand bezahlen und sicher auch planfeststellen?

Egal wie positiv die Schlichtungsgespräche insgesamt gewesen sind, eines jedoch ist als _Einzigstes_ wirklich verbindlich:

Der Schlichterspruch hat keinerlei rechtliche Verbindlichkeit für irgendjemand.

Sicher tun Bahn und Politik gut daran, sich daran zu halten – alleine um die wieder hochkochenden Emotionen im Griff zu haben, man darf jedoch gespannt sein, wie diese das dann auch tun werden. Man lese hierzu auch nur mal kürzlich getätigte Aussagen von herrn Grube.

 

Written by limportant

12. Dezember 2010 at 13:08

Forendynamik

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Als begeisterter Hobbyphotograph bin ich seit Mitte des Jahres Mitglied in eine großen deutschsprachigem Forum unterwegs. Das DSLR-Forum ist ein gut sortiertes Forum eigentlich für Photofreunde aller Art und quer durch alle Marken hindurch. Hier kann man schnell Hilfe finden – sowohl was normale Beratung für die eigene Ausrüstung, wie auch Probleme auch der absonderlichen Art betrifft – dank etlicher sehr kompetenter und erfahrener User

Als ehemaliger Admin von 2 Foren (einem eigenen und einem großen Computerforum) schätze ich die Forenkultur sehr. Dahinter steht die Annahme, daß es bei der Vielzahl der jeweiligen Interessenten sicher auch schon den einen oder den Anderen gegeben hat, der dasselbe Problem oder Fragestellung hatte, und mir dann helfen kann. Oder man frägt nach der Meinung bei einem Sachverhalt und es entspannen sich anregende Diskussionen darüber – so entsteht dann auch eine sehr oft hilfsbereite Community.

Leider ist aber auch nicht alles Sonnenschein, was glänzt.

Es gibt – je größer ein Forum wird – immer die Tendenz, daß sich eine Forenmeinung herausbildet. Welche Objektive taugen was, welcher Body taugt was – wie wichtig ist Rauschen bei welchen ISO Zahlen etc. Andere Meinungen haben hier oft keine Chance, sie werden entweder übersehen, oder im schlimmsten Fall niedergemacht. Leider geht dadurch sehr viel Vielfalt verloren, weil sich die erfahrenen User dann oft zurückhalten, weil sie keine Lust auf eine neue x-mal geführte Diskussion haben und sowieso wissen, daß sie für sich Recht haben.

 

Written by limportant

29. November 2010 at 23:26

Datenpanne

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Es war nicht das erste Mal – bereits vor ein paar Monaten hat Wikileaks brisante geheime Informationen der US Regierung veröffentlicht.

Nichts Neues also. Neu ist eigentlich nur, daß die Dossiers diesesmal die Außenpolitik betreffen – und eben Charakterisierungen der Politiker enthalten, die für die US amerikanische Außenpolitik wichtig sind.

Skandalös ist das nicht – warum auch. Es ist doch davon auszugehen, daß jede halbwegs intelligente Regierung ebenso verfährt, wie jedes Unternehmen und sonstige Institutionen eben auch. Man will schließlich wissen, mit wem man es zu tun hat. Nur liegen jetzt halt die Fakten auf dem Tisch, anstatt hinter vorgehaltener Hand zwischen den Herren und Damen der diplomatischen Dienste ausgetauscht zu werden. Sich aber offen gegenüberzustehen und zu wissen, woran man mit dem Gegenüber ist, hat noch nie geschadet, im Großen wie im Kleinen.

Und mal ganz ehrlich: Wen hat die Charakterisierung von Angela Merkel und Guido Westerwelle überrascht?

Mich jedenfalls nicht.

Written by limportant

29. November 2010 at 23:21

Veröffentlicht in Beobachtungen, Diplomatie, Geheimdossiers

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Geocaching auf der Spitze

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ich bin ja jemand, der gerne mal mit Freunden ‚rausgeht und neben dem photographieren auch die eine oder andere Dose hebt …

Von einer Freundin darauf aufmerksam gemacht habe ich jetzt mal nach Cartoons übers Geocachen gegogelt und das eine oder andere Schätzchen gefunden – am Besten selbst mal machen …

Ein nettes Beispiel zu finden hier: http://www.geocaching.de/index.php?id=173

 

Written by limportant

23. Oktober 2010 at 13:23

Veröffentlicht in Allgemein

Begrifflichkeiten und Lieblingstheorie

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Gerade habe ich wieder einmal NACHTCAFé mit Wieland Backes angeschaut. Thema war: „Was Frauen schwach macht“.

Interessant war hier wieder einmal folgendes:

– Daß es sich schlecht Diskutieren lässt, wenn die Begrifflichkeiten nicht klar definiert sind

– Daß Wissenschaftler ihre Lieblingstheorien haben und hier auch umbedingt Recht haben wollen

– Daß sich viele Menschan dadurch outen, indem sie sich selbst belügen.

Written by limportant

23. Oktober 2010 at 12:59

S21 – Fassungsloses Distanzieren

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Eins vorneweg – an meiner Grundhaltung hat sich nichts geändert. Ich bin nicht gegen S21, sondern gegen die Art und Weise, wie das Projekt gegen alle Vernunft durchgesetzt wird – wobei ich hier nur die Faktenlage des Projekts, soweit mir bekannt, berücksichtige. Eben genau so, wie ich es zuvor schon einmal geschrieben habe.

Jedoch muß ich mich sehr von dem distanzieren, was gerade in Stuttgart passiert:

Vorher hat man darüber gelacht – Vergleiche mit anderen Aufständen der Vergangenheit schienen doch etwas zu weit hergeholt zu sein. Jedoch hat sich die Situation dramatisch zugespitzt, als sich heute die Polizeikräfte gezwungen sahen, Gewaltmittel auch gegen Jugendliche einzusetzen. Das finde ich dramatisch, auch vor dem Hintergrund, daß wohl aus Reihen der Schüler entsprechende Gegenstände geflogen sein sollen – sowie Polizeifahrzeuge von ebendiesen besetzt worden sein sollen.

Was mich wirklich erschreckt ist, daß beide Seiten auch durch bewusste Falschdarstellungen und Übertreibungen diese Situation dazu nutzen, die Schüler zu instrumentalisieren. Beide Seiten! (dazu lese man sich einfach mal folgende Leserbriefe durch: Link zu folgendem Artikel ).

Wobei sich hier auch ganz klar _auch_ die Gegner von S21 den Schuh anziehen müssen – sie haben auch dazu beigetragen, daß die Diskussion um S21 derart emotionalisiert betrieben wird – von beiden Seiten – daß sich Jugendliche, die wenig Erfahrung mit dem Umgang der Art der Diskussion haben – dazu hinreißen lassen, auch entsprechend zu agieren, was wohl mit zur Eskalation geführt hat (auch hierzu obiger Link).

Wie sagte es mein ehemaliger Geschichtslehrer immer:“ Chaos und abgrundtiefe Anarchie“. Das jetzt noch in Zukunft ähnlich friedlich verlaufen zu lassen, ist imho sehr schwer, auch weil sich die Politik in Person von Herrn Mappus, Frau Gönner und Herrn Rech solches Vorgehen billgend in Kauf nehmen, nur um ihre Ziele durchzusetzen.

Randbemerkung: Man sollte immer schauen, wo das Geld fließt, wenn man Entscheidungen verstehen will – wenn man dann hier nach dem Geldfluß Ausschau hält, so kommt einem das _Gerücht_ bezüglich lukrativer Posten für Herrn Schuster und die o.g. in den entsprechenden Bauprojekten rund um S21 gar nicht mehr so unwahrscheinlich vor.

Written by limportant

1. Oktober 2010 at 21:33

Photographie – nur ein Hobby?

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Vor etwa anderthalb Jahren, am 27. Januar 2009 habe ich meine erste Digitalkamera gekauft. Natürlich eine DSLR – für mich ist photographieren schon immer mit Spiegelreflexkameras untrennbar verbunden gewesen – schon meine analoge SLR war eine Ebensolche.

Damals aheb ich mir eine Canon EOS 1000D gekauft – zusammen mit dem Kit Objektiv 18-55 IS mit einer 0% Finanzierung beim Media Markt für damals ~430 EUR. Es war da so, als wäre mir eine neue Welt eröffnet worden – die digitale Photographie hat mich regelrecht umgehauen.

Schnell war mir das nicht mehr genug – ein Sigma 18-200 DC folgte zu meinem Geburtstag und eröffnete damit gleichzeitig auch den großen Nachteil eines Hobbys: steigende Ansprüche und damit auch steigende Ausgaben. Einige davon waren im Nachhinein ein echtes „Haben Will“ – wie ein Stativ, welches ich nur selten benutze, wie auch einen seperaten Blitz und viel Kleinkram, was auch sein Geld kostet. Dazu muß man sagen, daß ich zu dem Zeitpunkt eigentlich finanziell nicht umbedingt auf Rosen gebettet war – diese Ausgaben zerrten ganz schön an meiner Kasse. Ein EF 50mm 1,8 musste aber letzen Herbst noch seinen Weg zu mir finden.

Aber ich finde auch, daß es sich gelohnt hat – ich habe sicher Lehrgeld gezahlt, aber über dieses Hobby seither mit ständig wachsendem Ehrgeiz und Erfolg aus – und: meine Bilder sind besser geworden… Übung zahlt sich eben doch aus.

Seitdem ich aber meinen neuen Job habe – und hier auch netto deutlich mehr Geld zur Verfügung habe, bin ich aber irgendwie auch in eine Art Kaufrausch gefallen – seit der letzten größeren Anschaffung (jenes 50mm)  habe ich richtig an Equipment zugelegt: Zuerst ein EF 50mm 1,4, dem recht schnell ein auch lichtstarkes 100mm 2,0 folgte – Lichtstärke macht eben doch süchtig (Kosten zusammen etwa 900-1000 EUR).

Zudem habe ich mir einen Kameratraum wahrgemacht: eine 50D … (ca 750EUR mit Folgekosten) – wobei ich diese Ausgabe überhaupt nicht bereue – die gute alte 1000D hat mir mit meinen Ansprüchen nicht mehr genügt. Und es hat sich gelohnt, absolut.

Ein EF 70-200 /4L USM ist schon bestellt – da konnte ich nicht widerstehen, als ich merkte, das dieses Objektiv „fast nichts“ kostet und ich es finanzieren kann. Wobei ich hier ganz klar sagen muß, daß es auch ne Ecke unvernünftig war … weil ich auch mit meinem 100 /2,0  noch nicht wirklich so photopraphieren kann, wie ich das können will – ich kenne es noch gar nicht richtig… Aber trotzdem musste das jetzt irgendwie sein …

Die Ansprüche sind definitiv gestiegen – ich weiß jetzt, was ich in etwa haben will – was ich photographieren will, und ich denke daß ich die richtige Ausrüstung dafür habe(n werde). Allerdings habe ich ehrlich gesagt auch etwas Angst vor mir selbst bekommen – ich bin sonst niemand, der das Geld scheinbar zum Fenster ‚rauswirft, ich werde dem _jetzt_ Einhalt gebieten. Ein Hobby muß schließlich auch finanziert werden.

Es ist zudem auch erschreckend, wie einfach es einem gemacht wird, Geld, was man so noch nicht hat, auszugeben (Kreditkarte Rate). Ich bereue meine Ausgaben jetzt nicht – jede größere Ausgabe für mein Hobby hat sich gelohnt, definitiv. Wenn das Hobby anspruchsvoller wird, dann steigen auch die Ansprüche an die Ausrüstung – man ist weniger bereit, Kompromisse in dem, was einem wichtig ist, einzugehen, und das kostet nun mal richtig Geld.

Mein Sigma habe ich übrigens auch schon länger nicht mehr eingesetzt – jetzt denke ich, wird sich mein Bruder freuen, der schon meine 1000D von mir überlassenderweise „geerbt“ hat.

Wer auch mal an Photos von mir interessiert ist, darf mich gerne anschreiben: Micha@nervt-mich.net (kein Scherz, nicht bitterernst nehmen 😉 ) Dann schicke ich gerne einen Link zu.

Written by limportant

16. September 2010 at 12:53

Veröffentlicht in Gedanken, Hobby, Photographie

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Stuttgart 21 – Angst der Politik

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Ich zähle nicht zu denen, die S21 kategorisch ablehnen – tatsächlich war ich lange Zeit für dieses Projekt.

Warum mein Stimmungswandel?

Weil S21 von der Politik um jeden Preis durchgeboxt wird. Das hat mich mißtrauisch gemacht und ich habe mich näher damit beschäftigt, und je mehr ich darüber gehört habe, desto mehr wurde ich gegen S21 eingenommen, daß haben einfache Fakten geschafft – wobei der Kostenanstieg nicht wirklich das entscheidende Thema war:

-> eine miserable Informationspolitik, die hätte bzgl. S21 für Transparenz sorgen können – hier wurden nur Vorteile, nie Nachteile genannt. Bezeichnend hier ist auch die Webseite des Projektes, auf der ausführliche Informationen, wie zB was wann gebaut / abgerissen wird, fehlen.

-> Gutachten wie das der Schweizer Agentur wurden lange zurückgehalten – mit Inhalten, die das Projekt sehr infrage stellen und große Risiken offenbaren

-> einen aus formalen! (also bei so wichtigen Sachen blabla-) Gründen abgewiesenen Volksentscheid, der mit weit mehr als die erforderliche Mindestanzahl der Stimmen beantragt wurde. Und einer Weigerung der Politik darüber nachzudenken.

Je mehr ich darüber mitbekomme, wie über alle Vernunft hinweg über technische Probleme wie die Durchquerung diverser problematischer Gesteinsschichten, mangelnde Flexibilität bzgl des Fahrplans, mangelnde Kapazität bzgl des Zugverkehrs, große baulich / konstruktiv praktikable Mängel, hinweggegangen wird, desto mehr bin ich dagegen.

Nicht weil ich gegen eine Modernisierung des Bahnhofs bin – sondern weil das Projekt eins sicher nicht hat: Hand und Fuß

Denn wenn es einal gebaut ist, müssen wir damit leben – mit allen Mängeln, die wir jetzt noch beseitigen können. Warum sich nicht an einen Tisch setzen und alle Möglichkeiten durchdiskutieren und keine faulen Kompromisse eingehen? Das Ding wird viel Geld kosten – ein paar 100 Mios werden da keinen Unterschied machen.

Ich bin zudem der Meinung, daß der, der keine Angst hat, eine Abstimmung zu verlieren, auch kein Problem damit hat, eine durchzuführen. Das wäre eine Legitimation des Projektes, die wirklich vom Volk kommt.

Written by limportant

17. August 2010 at 19:03

Veröffentlicht in Baustelle, Eisenbahn, Politik, Situation

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Ökologisch!?

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Große Themen sind derzeit: Elektroautos und Kernkraftwerke. Das Eine will man umbedingt, weil ökologisch sinnvoll (!???), das Andere will man nicht, weil gefährlich.

Was mir auffällt: Strom kommt aus der Steckdose. Nicht von Kraftwerken in irgendeiner Fasson, die bei der Hitze in den letzten Wochen beinahe nicht oder nur mit geringerer Leistungsabgabe hätten betrieben werden müssen (wegen zu hoher Wassertemperatur der Flüsse).

Nun ja … in Zukunft werden wir ja genügend Energie durch regenerative Energien wie Wind-, Wasser- und Solarkraftwerke haben, um einerseits den noch steigenden Energiebedarf der Bevölkerung und Industrie zu decken, und zudem noch zusätzlich die allenthalb herumfahrenden Elektroautos mit Strom zu versorgen.

Daß wir dann natürlich uns in einem Land wiederfinden, welches imho  mit entsprechenden Anlagen zugepflastert sein wird, welche selbstverständlich auch heftig in die Natur eingreifen, das interessiert heute niemanden. Hauptsache jeder hat ein sauberes Gewissen, weil man fährt ja mit E-Autos

Ich bin kein Freund von Kernkraft, wirklich nicht. Aber nur das Umstellen auf „gute“, „grüne“ Energien. Ohne Verzicht und effektivere Nutzung wird es nicht gehen.

Written by limportant

25. Juli 2010 at 21:12

Veröffentlicht in Elektroauto, Kraftwerk

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Sprüche

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Man sollte sich nie dafür entschuldigen, was man ist,

Sondern nur für das, was man (nicht) getan hat.

Written by limportant

27. Juni 2010 at 19:09

Veröffentlicht in Allgemein, Überzeugungen, Demut, Erkenntnis, Selbstbild

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