Limportant's Blog

Eine persönliche Sicht der Welt

Archive for the ‘Hobby’ Category

Mein Hobby – was, wie und warum

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Mein wichtigster Fokus neben Familie, Leben und allem in diesem Kontext liegt bei der Photographie.

Photographiert habe ich schon sehr früh – seit etwa meinem 16. Lebensjahr, als mir mein Vater seine Spiegelreflexkamera überlassen hat zusammen mit 2 Objektiven und ein bissle Kleinkram. Meine Art zu photographieren unterschied sich immens von der Art, wie ich das heute tue – ohne viel Ahnung der optischen Gegebenheiten habe ich einfach so lange an Blende und Belichtungsdauer herumgespielt, bis der kleine Zeiger rechts im Bild (die Belichtungswaage, das Einzigste, was an der Kamera elektronisch funktionierte) halbwegs in der Mitte stand. Schärfentiefe und Bildwirkung geschweige denn Bildaufbau – diese Wörter kannte ich damals nicht.

Heute ist das fundamental anders. Seit ich mir heute vor 2 Jahren meine erste Digitale Spiegelreflexkamera zugelegt habe, habe ich auch angefangen, mich richtig mit der Materie zu beschäftigen – und am liebsten alles auf einmal zu lernen. Also erstmal M eingestellt – und ähm, wie zum Henker weiß ich eigentlich, wann ein Bild richtig belichtet ist …?

Na ja – nach ein paar Fehlversuchen zurück zur Automatik – natürlich nicht das berüchtigte grüne Kästchen, sondern nur der „P“ Modus, in dem Blende und Zeit automatisch  ausgewählt werden. Aber das reichte erstmal, um Photos zu machen, die auch gut aussahen, nur hatte ich dann nach wenigen Bildern gleich einen ersten heftigen Lernschritt zu vollziehen, als ich erkennen musste, daß so eine Kamera nie und unter keinsten Umständen die Realität abbildet, sondern nur eine Interpretation des  – bei mir wars damals eher mindern als mehr – fähigen Photographen darstellt.

Wow – daran hatte ich schwer zu knabbern.

Als erste (optische) Anschaffung habe ich mir damals zum Geburtstag mein  erstes Objektiv zusätzlich zur Kamera angeschafft: ein 18-200 mm von Sigma, welches von der Abbildungsleistung ordentlich – bzw. für mich ausreichend war. Damit finge dann auch die Zoomerei an, die die Qualität der Bilder nicht umbedingt verbesserte, denn von Fußzoom zur Änderung der Perspektive hatte ich noch nichts gehört – geschweige denn, daß mittig platzierte Horizonte und Motive nur selten interessant sind – 2/3 Regel oder Goldener Schnitt? Was ist denn das? Einen Blitz und ein Stativ habe ich mir auch recht schnell angeschafft, aber mehr weil ich ein „haben will“ befriedigen wollte, als daß ich es die nächsten etlichen Monate! viel genutzt hätte – also eigentlich Tendenz zu fast nie … Aber es machte Spaß – ich machte Photos, schaute sie mir an und lernte viel – vor allem, was man nicht tun sollte.

Die nächste wichtige Anschaffung – ein 50mm 1,8 II von Canon war ein echter Quantensprung! Zum einen konnte ich jetzt Photos „im Dunkeln“ machen, jedoch viel einschneidender war, daß ich jetzt gezwungen war, mich auch zu bewegen, um das zu photographieren, was ich wollte – ich musste mich also beginnen massiv mit dem auseinandersetzen, was mir wichtig war, daß ich es auf dem Photo habe. Ab da haben meine Photos massiv an Qualität zugenommen – die „am Besten immer alles auf dem Photo haben“ Phase war damit beendet – ich hatte mein neues „Immerdrauf“.

Na ja – so kam dann eins zum Anderen … ein starkes halbes Jahr ohne spektakuläre Änderungen  später folgte dann das 50mm 1,4 – das fokussierte meinen Neffen einfach schneller, der zunehmend mobiler wurde – ein 100mm /2 FB folgte, weil ich jetzt nur noch mit Festbrennweiten photographieren wollte. Dann machte ich einen fatalen Fehler: Ich meldete mich bei einem entsprechenden Forum an (na ja – eigentlich kurz vor der 100mm, aber ich wurde dort zunehmend aktiver – man glaubt gar nicht, wie Begehrlichkeiten geweckt werden können – jedenfalls lag ruckzuck eine 50D im Briefkasten (na ja – ich wollte auch die erscheinende 60D nicht) – den Vorvorgänger dieser Kamera hatte ich schon kurz nach Start der Karriere mal in der Hand – die 50D an der Hochzeit meines Bruders – und ab da wollte ich diese Kamera haben. Nun hatte ich sie – und das ist genau die Kamera, die ich immer schon haben wollte – die gebe ich nicht mehr her. 🙂

Die 1000D zu verkaufen kam für mich aber dennoch nicht in Frage – ich bin halt auch sentimental, zudem funktionierte sie mit bis dahin 13000 Auslösungen wie am ersten Tag, also habe ich schwupps meinen Bruder gefragt, der auch nicht wirklich nein gesagt hat – und heute mit meinen damaligen Objektiven wirklich gute Bilder macht (bei ihm lag letzte Weihnachten auch ein 50mm /1,8 unterm Weihnachtsbaum 😉 ).

Na ja – ich dachte damals noch von wegen: Ach 100mm als Tele reicht dir – du hast eh nur selten viel mehr gebraucht, also reicht Dir das … Pustekuchen – hatte ich nicht etwas erwähnt von wegen Sogwirkung in Foren? Na ja – mal so bei Amazon geschaut, was das 70-200 so kostet, von dem alle so schwärmen … nur ganz unverbindlich … Wie da gibts eine Version, die nur 515 EUR kostet … wow … na dann kann man sich ja denken, wie das geendet hat. Es ist aber auch – wie übrigens die Linsen davor auch – ein geiles Objektiv 🙂 🙂 . Und inzwischen mein Landschafts fast-Immerdrauf. Na ja das Credo von wegen nur noch FB war dann auch nicht mehr zu halten und so kam dann – auch mit einer gut begründeten Ausrede, das lichtstarke 17-50 2,8 von Sigma dazu – natürlich mit USM und sogar mit Stabi … das musste jetzt schon sein – das Kitobjektiv hätte ich zwar von meinem Bruder bekommen können, aber na ja … .

Meine letzte Anschaffung war – nicht wie man sich denken kann eine neue Optik, da ich mir vorgenommen habe, jetzt erstmal genug zu haben. Es reicht aber auch wirklich soll man meinen Naaa jaaa. Nein, das letzte was ich mir zuugelegt habe, war ein gescheites Monopod – ein Einbein, mit seperatem Kugelkopf! Und das war auch so ein Kauf, der in die Geschichte eingeht, weil damit photographieren mehr Spaß macht … man nimmt sich mehr Zeit für die Motive und die Bilder werden automatisch besser. Also für jeden eine klare Empfehlung!

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Na ja – da bin ich aber jetzt auch angekommen – habe eine gute Ausrüstung, um alle Bilder zu machen, die ich auch machen will, wenn ich nur schon einen genauen Plan davon hätte, wo ich genau hinwill. Das Photographieren macht mir sehr viel Spaß, ich brauche das auch als Ausgleich für den Alltag – wenn mir mal reicht, dann nehme ich meine Optiken und bin weg – nur ich und die Kamera.

Das einzige Problem ist nur, daß ich schon Ansprüche habe, wie meine Bilder werden sollen – also eher, welche Qualität. Ich will besondere Photos machen – nicht einfach nur „das macht doch jeder“ Photos, ich glaube daß mich das schon unter Druck setzt, daß ich davon auch blockiert werde, das einfach passieren zu lassen. Ich will meine Photos dazu nutzen, anderen etwas über mich und meine Sicht der Welt zu erzählen und ich habe das Gefühl, daß die Schritte bis zum Ziel noch viele sind. Am liebsten wäre ich schon dort.

Aber so langsam setzt sich in mir die fragende Erkenntnis durch, daß ich vielleicht immer noch zuviel auf einmal will? Ein Ziel und Ehrgeiz ist ein Antrieb – nur falsch gesteuert blockiert er da nicht? Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Written by limportant

27. Januar 2011 at 11:49

Veröffentlicht in Hobby, Leben, Photographie

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Forendynamik

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Als begeisterter Hobbyphotograph bin ich seit Mitte des Jahres Mitglied in eine großen deutschsprachigem Forum unterwegs. Das DSLR-Forum ist ein gut sortiertes Forum eigentlich für Photofreunde aller Art und quer durch alle Marken hindurch. Hier kann man schnell Hilfe finden – sowohl was normale Beratung für die eigene Ausrüstung, wie auch Probleme auch der absonderlichen Art betrifft – dank etlicher sehr kompetenter und erfahrener User

Als ehemaliger Admin von 2 Foren (einem eigenen und einem großen Computerforum) schätze ich die Forenkultur sehr. Dahinter steht die Annahme, daß es bei der Vielzahl der jeweiligen Interessenten sicher auch schon den einen oder den Anderen gegeben hat, der dasselbe Problem oder Fragestellung hatte, und mir dann helfen kann. Oder man frägt nach der Meinung bei einem Sachverhalt und es entspannen sich anregende Diskussionen darüber – so entsteht dann auch eine sehr oft hilfsbereite Community.

Leider ist aber auch nicht alles Sonnenschein, was glänzt.

Es gibt – je größer ein Forum wird – immer die Tendenz, daß sich eine Forenmeinung herausbildet. Welche Objektive taugen was, welcher Body taugt was – wie wichtig ist Rauschen bei welchen ISO Zahlen etc. Andere Meinungen haben hier oft keine Chance, sie werden entweder übersehen, oder im schlimmsten Fall niedergemacht. Leider geht dadurch sehr viel Vielfalt verloren, weil sich die erfahrenen User dann oft zurückhalten, weil sie keine Lust auf eine neue x-mal geführte Diskussion haben und sowieso wissen, daß sie für sich Recht haben.

 

Written by limportant

29. November 2010 at 23:26

Photographie – nur ein Hobby?

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Vor etwa anderthalb Jahren, am 27. Januar 2009 habe ich meine erste Digitalkamera gekauft. Natürlich eine DSLR – für mich ist photographieren schon immer mit Spiegelreflexkameras untrennbar verbunden gewesen – schon meine analoge SLR war eine Ebensolche.

Damals aheb ich mir eine Canon EOS 1000D gekauft – zusammen mit dem Kit Objektiv 18-55 IS mit einer 0% Finanzierung beim Media Markt für damals ~430 EUR. Es war da so, als wäre mir eine neue Welt eröffnet worden – die digitale Photographie hat mich regelrecht umgehauen.

Schnell war mir das nicht mehr genug – ein Sigma 18-200 DC folgte zu meinem Geburtstag und eröffnete damit gleichzeitig auch den großen Nachteil eines Hobbys: steigende Ansprüche und damit auch steigende Ausgaben. Einige davon waren im Nachhinein ein echtes „Haben Will“ – wie ein Stativ, welches ich nur selten benutze, wie auch einen seperaten Blitz und viel Kleinkram, was auch sein Geld kostet. Dazu muß man sagen, daß ich zu dem Zeitpunkt eigentlich finanziell nicht umbedingt auf Rosen gebettet war – diese Ausgaben zerrten ganz schön an meiner Kasse. Ein EF 50mm 1,8 musste aber letzen Herbst noch seinen Weg zu mir finden.

Aber ich finde auch, daß es sich gelohnt hat – ich habe sicher Lehrgeld gezahlt, aber über dieses Hobby seither mit ständig wachsendem Ehrgeiz und Erfolg aus – und: meine Bilder sind besser geworden… Übung zahlt sich eben doch aus.

Seitdem ich aber meinen neuen Job habe – und hier auch netto deutlich mehr Geld zur Verfügung habe, bin ich aber irgendwie auch in eine Art Kaufrausch gefallen – seit der letzten größeren Anschaffung (jenes 50mm)  habe ich richtig an Equipment zugelegt: Zuerst ein EF 50mm 1,4, dem recht schnell ein auch lichtstarkes 100mm 2,0 folgte – Lichtstärke macht eben doch süchtig (Kosten zusammen etwa 900-1000 EUR).

Zudem habe ich mir einen Kameratraum wahrgemacht: eine 50D … (ca 750EUR mit Folgekosten) – wobei ich diese Ausgabe überhaupt nicht bereue – die gute alte 1000D hat mir mit meinen Ansprüchen nicht mehr genügt. Und es hat sich gelohnt, absolut.

Ein EF 70-200 /4L USM ist schon bestellt – da konnte ich nicht widerstehen, als ich merkte, das dieses Objektiv „fast nichts“ kostet und ich es finanzieren kann. Wobei ich hier ganz klar sagen muß, daß es auch ne Ecke unvernünftig war … weil ich auch mit meinem 100 /2,0  noch nicht wirklich so photopraphieren kann, wie ich das können will – ich kenne es noch gar nicht richtig… Aber trotzdem musste das jetzt irgendwie sein …

Die Ansprüche sind definitiv gestiegen – ich weiß jetzt, was ich in etwa haben will – was ich photographieren will, und ich denke daß ich die richtige Ausrüstung dafür habe(n werde). Allerdings habe ich ehrlich gesagt auch etwas Angst vor mir selbst bekommen – ich bin sonst niemand, der das Geld scheinbar zum Fenster ‚rauswirft, ich werde dem _jetzt_ Einhalt gebieten. Ein Hobby muß schließlich auch finanziert werden.

Es ist zudem auch erschreckend, wie einfach es einem gemacht wird, Geld, was man so noch nicht hat, auszugeben (Kreditkarte Rate). Ich bereue meine Ausgaben jetzt nicht – jede größere Ausgabe für mein Hobby hat sich gelohnt, definitiv. Wenn das Hobby anspruchsvoller wird, dann steigen auch die Ansprüche an die Ausrüstung – man ist weniger bereit, Kompromisse in dem, was einem wichtig ist, einzugehen, und das kostet nun mal richtig Geld.

Mein Sigma habe ich übrigens auch schon länger nicht mehr eingesetzt – jetzt denke ich, wird sich mein Bruder freuen, der schon meine 1000D von mir überlassenderweise „geerbt“ hat.

Wer auch mal an Photos von mir interessiert ist, darf mich gerne anschreiben: Micha@nervt-mich.net (kein Scherz, nicht bitterernst nehmen 😉 ) Dann schicke ich gerne einen Link zu.

Written by limportant

16. September 2010 at 12:53

Veröffentlicht in Gedanken, Hobby, Photographie

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