Limportant's Blog

Eine persönliche Sicht der Welt

Photographie – nur ein Hobby?

with 2 comments

Vor etwa anderthalb Jahren, am 27. Januar 2009 habe ich meine erste Digitalkamera gekauft. Natürlich eine DSLR – für mich ist photographieren schon immer mit Spiegelreflexkameras untrennbar verbunden gewesen – schon meine analoge SLR war eine Ebensolche.

Damals aheb ich mir eine Canon EOS 1000D gekauft – zusammen mit dem Kit Objektiv 18-55 IS mit einer 0% Finanzierung beim Media Markt für damals ~430 EUR. Es war da so, als wäre mir eine neue Welt eröffnet worden – die digitale Photographie hat mich regelrecht umgehauen.

Schnell war mir das nicht mehr genug – ein Sigma 18-200 DC folgte zu meinem Geburtstag und eröffnete damit gleichzeitig auch den großen Nachteil eines Hobbys: steigende Ansprüche und damit auch steigende Ausgaben. Einige davon waren im Nachhinein ein echtes „Haben Will“ – wie ein Stativ, welches ich nur selten benutze, wie auch einen seperaten Blitz und viel Kleinkram, was auch sein Geld kostet. Dazu muß man sagen, daß ich zu dem Zeitpunkt eigentlich finanziell nicht umbedingt auf Rosen gebettet war – diese Ausgaben zerrten ganz schön an meiner Kasse. Ein EF 50mm 1,8 musste aber letzen Herbst noch seinen Weg zu mir finden.

Aber ich finde auch, daß es sich gelohnt hat – ich habe sicher Lehrgeld gezahlt, aber über dieses Hobby seither mit ständig wachsendem Ehrgeiz und Erfolg aus – und: meine Bilder sind besser geworden… Übung zahlt sich eben doch aus.

Seitdem ich aber meinen neuen Job habe – und hier auch netto deutlich mehr Geld zur Verfügung habe, bin ich aber irgendwie auch in eine Art Kaufrausch gefallen – seit der letzten größeren Anschaffung (jenes 50mm)  habe ich richtig an Equipment zugelegt: Zuerst ein EF 50mm 1,4, dem recht schnell ein auch lichtstarkes 100mm 2,0 folgte – Lichtstärke macht eben doch süchtig (Kosten zusammen etwa 900-1000 EUR).

Zudem habe ich mir einen Kameratraum wahrgemacht: eine 50D … (ca 750EUR mit Folgekosten) – wobei ich diese Ausgabe überhaupt nicht bereue – die gute alte 1000D hat mir mit meinen Ansprüchen nicht mehr genügt. Und es hat sich gelohnt, absolut.

Ein EF 70-200 /4L USM ist schon bestellt – da konnte ich nicht widerstehen, als ich merkte, das dieses Objektiv „fast nichts“ kostet und ich es finanzieren kann. Wobei ich hier ganz klar sagen muß, daß es auch ne Ecke unvernünftig war … weil ich auch mit meinem 100 /2,0  noch nicht wirklich so photopraphieren kann, wie ich das können will – ich kenne es noch gar nicht richtig… Aber trotzdem musste das jetzt irgendwie sein …

Die Ansprüche sind definitiv gestiegen – ich weiß jetzt, was ich in etwa haben will – was ich photographieren will, und ich denke daß ich die richtige Ausrüstung dafür habe(n werde). Allerdings habe ich ehrlich gesagt auch etwas Angst vor mir selbst bekommen – ich bin sonst niemand, der das Geld scheinbar zum Fenster ‚rauswirft, ich werde dem _jetzt_ Einhalt gebieten. Ein Hobby muß schließlich auch finanziert werden.

Es ist zudem auch erschreckend, wie einfach es einem gemacht wird, Geld, was man so noch nicht hat, auszugeben (Kreditkarte Rate). Ich bereue meine Ausgaben jetzt nicht – jede größere Ausgabe für mein Hobby hat sich gelohnt, definitiv. Wenn das Hobby anspruchsvoller wird, dann steigen auch die Ansprüche an die Ausrüstung – man ist weniger bereit, Kompromisse in dem, was einem wichtig ist, einzugehen, und das kostet nun mal richtig Geld.

Mein Sigma habe ich übrigens auch schon länger nicht mehr eingesetzt – jetzt denke ich, wird sich mein Bruder freuen, der schon meine 1000D von mir überlassenderweise „geerbt“ hat.

Wer auch mal an Photos von mir interessiert ist, darf mich gerne anschreiben: Micha@nervt-mich.net (kein Scherz, nicht bitterernst nehmen😉 ) Dann schicke ich gerne einen Link zu.

Written by limportant

16. September 2010 um 12:53

Veröffentlicht in Gedanken, Hobby, Photographie

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2 Antworten

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  1. Es ist genauso wie bei mir mit der Gitarre. Die Erste hab ich mir besorgt, weil ich dachte: kann man ja mal versuchen. Habs mir erfolgreich selber beigebracht, und dann musste natürlich ne neuere her. Samt Zubehör war man da auch schon bei 100 Euro. Irgendwann sollte dann die Egitarre kommen, für 400, und später noch ein zweiter Verstärker für 200.
    Du hast Recht, die Ansprüche und damit die Ausgaben steigen, aber es lohnt sich wirklich immer, man bereut es nicht.
    Toller Beitrag!

    Gruß,
    http://provenremedy.wordpress.com/

    provenremedy

    16. September 2010 at 13:01

  2. Danke🙂

    Ich bin auch der Meinung, wenn man kein Hobby hat, welches einen fordert – anders als im Beruf – dann kann man auch daraus auch keine Kraft und Stärke gewinnen.

    Ich nutze das auch, um einfach alles Andere auch mal abzublenden.

    Und für all das ist mein Geld gut angelegt – darum ists mir net schade.

    limportant

    17. September 2010 at 00:12


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