Limportant's Blog

Eine persönliche Sicht der Welt

Hartz IV Empfänger = arbeitsscheu?

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http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=5962976/1n9d97f/index.html

Endlich ist es jetzt durch – das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, daß die ALG II Regelsätze zu niedrig sind und hat die Regierung angamenht hier aktiv zu werden – ohne jedoch das näher zu spezifizieren, Leider, denn was die Ploitik jetzt wieder daraus machen will, ist imho nicht im Sinne des Urteils.

Wie auch immer – darauf wollte ich auch nicht hinaus. Ich beziehe mich auf folgenden Abchnitt:

„Wenn die Sozialleistungen durch das Urteil nun angehoben würden, würde sich der Mindestlohn-Effekt weiter verstärken. Unterhalb dieses Niveaus dürfte es kaum einen Anreiz geben, Arbeit anzunehmen, so Simon. “

Derzeit haben wir etwa 4,3 Millionen Hartz IV Empfänger – darunter auch viele, die jeden Tag zur Arbeit gehen, daber nicht genug verdienen, um sich und die dann oft vorhandenen Kinder zu versorgen (habe in meiner Bekanntschaft selbst einen solchen Fall). Diese haben dann keine Wahl, als ALG 2 zu beantragen, was oft schon schwer genug ist.

Unter den 4,3 Millionen sind auch genügend Menschen, die sicher gerne arbeiten würden, aber keine Chance dazu haben – die auch arbeiten würden, wenn sie weniger verdienen, als Hartz IV. Hier ist einfach das Gefühl wichtig, etwas Sinnvolles geleistet zu haben – das ist wichtig für das eigene Selbstverständnis.

Mich ärgert an dem o.g. Zitat, daß diese Menschen hier mit all denen mal wieder in einen Topf geworfen werden, die wirklich nichts Anderes wollen, als sich durch Leben zu schmarotzen – eine sicher vorhandene Gruppe, die weiß, wie man das System ausnutzt und denen es egal ist, was sie damit anrichten. Solch unsoziales Verhalten wird es immer geben und das lässt sich nicht vermeiden, aber meiner bescheidenen Meinung nach stellt diese Gruppe selten mehr als ein kleiner Prozentsatz dar.

Es ist immer einfach auf denen herumzutrampekn, die sich nicht wehren können.

Written by limportant

11. Februar 2010 um 21:56

Veröffentlicht in Allgemein

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2 Antworten

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  1. Das BVerfG hat nicht gesagt, dass die Hartz IV-Sätze zu niedrig sind, sondern nur, dass ihre Berechnung zu undurchsichtig ist. Es hat sogar ausdrücklich gesagt, dass das nicht zwingend bedeuten muss (aber durchaus kann), dass eine Anhebung der Sätze nötig ist. Das stellt die Presse zwar oft anders dar, aber daran merkt man halt, dass die meisten Journalisten keine Juristen sind.

    Amica

    13. Februar 2010 at 23:34

    • Zugegeben – danke für die Korrektur.

      Vielleicht stellt die Presse das nicht aus Unkenntnis, sondern bzgl. Meinungsmache so dar – das verkauft sich so sicher auch besser.

      limportant

      14. Februar 2010 at 00:47


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